Warum die Auswahl der Fotokamera so wichtig ist

Volker RastelFotoausrüstung, FotografierenKommentar Aktualisiert: 07.11.2018

Warum die Auswahl der Fotokamera wichtig ist
Die verschiedenen Kamera-Typen

Wenn du ein neues Fotoequipment aufbauen möchtest, dann steht meistens die Auswahl der Fotokamera an erster Stelle, nicht wahr? Und wie soll das bei dem riesigen Angebot denn optimal laufen? Ist das nicht überwältigend, unübersichtlich und manchmal widersprüchlich?

Ja, das ist ein Thema das viele beschäftigt. Ich hätte heute auch ein Problem, würde ich nicht aktuell zufrieden sein mit meiner Kamera.

Um es besser anzugehen habe ich die wichtigsten Informationen zusammengefasst, um dir das möglichst Einfach zu machen. Um die Wichtigkeit der Auswahl der Kamera hervorzuheben, habe ich hier die wichtigsten Informationen zusammengetragen, um eine strukturierte Übersicht zu bekommen über:

  • Die verschiedenen Kategorien der Fotokameras
  • Die Einsatzbereiche und Vor- und Nachteile der Kameras

 

Was für eine Auswirkung die Auswahl der Fotokamera hat

Die Anschaffung der Kamera ist der entscheidende Schritt beim Aufbau eines Foto-Equipments. Sie ist vielleicht nicht die wichtigste Komponente, aber sie bestimmt die Auswahl des restlichen Zubehörs. Direkt davon betroffen sind in erster Linie die Objektive deren Anschluss (Bajonett) auf die Kamera passen muss. Hier wurden im Laufe der Zeit immer wieder neue Systeme entwickelt und Kamera und Objektive gehen Hand in Hand. Es gibt zwar Adapter die einige Systeme zusammenführen, doch funktionieren diese teilweise nur mit großen Einschränkungen. Das geht soweit, dass sie gar keine Elektronik übertragen und man keinerlei Autofokus, Blendeneinstellung oder sonstiges nutzen kann.

Ein weiterer bestimmender Faktor ist der Sensor. Er ist zuständig für die Qualität der digitalen Fotos und seine Größe wirkt sich nicht nur auf diese aus, sondern auch auf die Objektive selber. Diese sind meist speziell für die einzelnen Sensoren gebaut. Es gibt also Objektive für Vollformat-Kameras, für APS-C Kameras, für MTF Kameras, u.s.w. Manche passen auch für mehrere Sensoren (z. B.: passen die Sony Vollformat-Objektive auch auf Sony Kameras mit APS-C Sensoren), doch diese sind nicht immer dafür optimiert.

Die Kamera bestimmt die Auswahl der entsprechender Objektive, Filter, Stative, Fototaschen, u.s.w. Die Größe der Filter müssen zum Objektiv passen (hierzu gibt es natürlich auch Adapter). Das Gewicht der Kamera inklusive Objektive gibt in etwa vor, wie stabil das Stativ sein muss und die Größe hat einen direkten Einfluss auf die Wahl der Kameratasche oder des Rucksack.

Bildergebnis für Kamerasensoren

  Quelle: Patrick Au Photography

Kenne deine Anforderungen oder versuche sie herauszufinden

Um die richtige Kamera zu finden, muss man sich mit seinen Anforderungen auseinandersetzen. Es ist sehr wichtig sich zu überlegen welche Qualität, Größe, Design, u. a. die Kamera haben muss und welches die Einsatzbereiche sind. Diese Merkmale wirken sich auf die Größe, das Gewicht und den Preis des gesamten Equipments aus.

 

Die unterschiedlichen Kameras-Kategorien

Der Vorläufer der Fotokamera ist die Camera Obscura, die „dunkle Kammer“. Sie projizierte das Bild das über ein kleines Loch eintrat auf eine Mattscheibe oder Tischplatte. Dieses Bild diente der Anfertigung realistischer Zeichnungen. Im Laufe der Jahre entwickelten sich unterschiedlich Techniken und Arten von Fotokameras. Heutzutage unterscheiden wir grob 5 Kategorien (die Reihenfolge ist von weniger professionell zu mehr professionell):

  • Smartphones
  • Kompaktkameras
  • Bridgekameras
  • Systemkameras und
  • Spiegelreflexkameras

Jede dieser Kategorie kann unterschiedliche Sensoren haben. Spiegelreflex- und Systemkameras haben in der Regel Vollformat, APS-C oder MFT Sensoren. Handys und Kompaktkameras haben sehr oft kleine Sensoren.

 

Das Smartphone

Der Begriff Smartphone muss heutzutage mit Sicherheit nicht erklärt werden. Mit einem Smartphone kann telefoniert, fotografiert, gespielt oder geschrieben werden. Und noch viel mehr. Als Fotokameras kommen sie mehr den je zum Einsatz. Gerade die Integration zu Social Media und den vielen Apps machen diese „all in one“ Geräte zu den belibtesten Fotokameras der heutigen Zeit. Sie schafften es in den letzten Jahren den großen Markt der Kompaktkameras zum Großteil für sich in Anspruch zu nehmen. „Edelkompakte“ scheinen hier noch eine Chance zu haben (zumindest im Moment).

Smartphone iPhone
Das Smartphone (iPhone 6s)

Die Story der Smartphones

Der ersten Vorläufer des Smartphones, als Mobiltelefone waren die Autotelefone, erstmals im Jahr 1946 von der US-Firma Bell Telephone Company eingesetzt. 1973 stellte ein Entwicklerteam bei Motorola den ersten Prototyp eines Mobiltelefons her und im gleichen Jahr auch das erste kommerzielle Mobiltelefon „Dynatac 8000x“. 1992 wurde in den USA das erste GSM-fähige Mobilgerät von Motorola, das International 3200, vorgestellt und im Sommer des gleichen Jahres nahmen in Deutschland die Netze D1 und D2 den Betrieb auf.

Als das erste Smartphone gilt der von BellSouth und IBM in der USA entwickelte „Personal Communicator“ Simon von 1995. Doch erst 2007, mit der Einführung des iPhone kam es allerdings zu einen Wendepunkt auf diesem Gebiet. Es folgte eine rasante Entwicklung und die integrierten Kameras gewannen immer mehr an Bedeutung. Inzwischen liefern aktuelle Smartphones bei guten Lichtverhältnissen eine gute Qualität. Da sie immer dabei sind, übernehmen sie in der Fotografie immer mehr die Aufgaben der früheren Kompaktkameras. Optik von Zeiss und Leica, Auflösungen von über 20 Megapixel, Ausnahmen als RAW mit manuellen Einstellungen und digitales Freistellen werden mehr und mehr zum Standard. Die große Konkurrenz treibt eine schnelle Entwicklung voran.

Das ist gut bei Smartphones

  • Smartphones sind klein, flach und immer in der Hosentasche dabei
  • Die aktuellen Geräte liefern bei guten Lichtverhältnissen qualitativ hochwertige Bilder
  • Dank Frontkamera sind sie für Selfies sehr gut geeignet
  • Die direkte Integration zu Social Media, Email und Cloud vereinfachen die Publikation der Fotos
  • Die Integration zu Apps ermöglichen RAW Aufnahmen, RAW Entwicklung, Fotobearbeitung, und vieles mehr
  • Die neusten Smartphones haben einen großen Bildschirm, unterstützen 4k und beugen dank Bildstabilisatoren verwackelte Schnappschüsse oder Videos vor.

Das ist nicht so gut an Smartphones

  • Der Monitor ist nicht schwenkbar und erschwert Aufnahmen  zum Beispiel bei Konzerten
  • Auch wenn es sich langsam ändert haben die Smartphones meist eine feste Linse ohne optischen Zoom.
  • Die eingebauten Sensoren sind klein vor allem bei dunklen Verhältnissen sind sie für rauscharme Fotos ungeeignet
  • Ein Wechsel der Optik, Akkus oder sonstiges Foto-Zubehör ist nicht möglich da sie fest verbaut sind
  • Der Handyblitz sorgt für unzureichende Ausleuchtung und bewirkt verfälschte Farben
  • Durch den fehlenden Sucher sind Aufnahmen bei starkem Sonnenlicht schwierig

Die Einsatzmöglichkeiten des Smartphones

Das Smartphone ist für spontane Schnappschüsse oder Erinnerungsfotos mit Familie und Freunden sehr beliebt. Dank Frontkamera werden sie auch für Selfies gern genutzt. Immer mehr kommen sie auch bei Events wie Konzerten und Sportaktivitäten aber auch für berufliche Zwecke zum Einsatz.

Das Smartphone ist als Backup Lösung durchaus sinnvoll

Ja, eindeutig. Auch wenn die Qualität bei weitem nicht an eine System- oder Spiegelreflex-Kamera rankommt, ein Foto ist bester als kein Foto. Und, es macht Spass, auch mal anders zu fotografieren. Ich habe einen ganzen Artikel dem Fotografieren mit Smartphones in RAW gewidmet.

 

Die Kompaktkamera

Kompaktkameras sind in der Regel Sucherkameras und haben meist eine integrierte Zoomlinse. Sie sind kleine und vergleichsweise leichte Fotokameras. Kompaktkameras sind im Vergleich zur Spiegelreflexkamera, Systemkamera oder Bridgekamera mit einem geringerem Funktionsumfang ausgestattet. Sie liefern häufig aufgrund einfacher Komponenten und kleinem Sensor eine schlechtere Bildqualität, sind jedoch erheblich günstiger und vergleichsweise leichter als die größeren Schwestern. Typische Eigenschaften der Kompaktkameras sind die Vollautomatik Programme, Motivprogramme sowie ein Spritzwasserschutz.

Kompaktkameras
Die Kompaktkamera

Die Story der Kompaktkamera

Als erste wirklich kompakte Kamera kann die Leica I von Leitz genannt werden, die 1925 als Seriengerät auf den Markt kam. Sie besaß ein versenkbares 50mm-Objektiv, und war kaum größer als ein Brillenetui. Sie konnte so in der Jackentasche mitgeführt werden.

Die erste Kleinbildkompaktkamera war wohl die legendäre Rollei 35, die 1966 auf den Markt kam. Es folgten vollautomatischen Kompaktkameras, die mit Filmkassetten in unterschiedlichen Formaten arbeiteten. In den späten 70ern gab es die ersten Kompaktkameras mit Autofokus, ein Jahrzehnt früher als bei den professionellen Spiegelreflexsystemen. Digitale Kompaktkameras gibt es seit Anfang der 90er und sie haben in den letzten 15 Jahren eine sehr starke Verbreitung erfahren.

Mit der starken Verdrängung in letzter Zeit durch die aktuellen Smartphones, liegt die Hoffnung jetzt vermutlich auf hochwertigen digitalen Kompaktkameras, den „Edelkompakten“. Aufwendig konstruierte Objektive von renommierten Firmen wie Zeiss oder Leica, sowie hochwertige Sensoren sorgen für sehr gute Ergebnisse, platzieren sie aber auch im oberen Preissegment.

Was ist gut bei einer Kompaktkamera

  • Kompaktkameras sind in Vergleich zu anderen Fotokameras klein, leicht und handlich
  • Der eingebaute optischen Zoom, vor allem bei den Edelkompakten liefert oft ein sehr gutes Ergebnis. Gleichzeitig decken eingebaute Zooms einen große Brennweiten-Skala ab
  • Der eingebauter Sucher unterstützt bei der Bildauswahl vor allem bei starkem Sonnenschein. OLED Technologien werden hier auch zum Standard
  • Aktuelle Edelkompakte können im RAW-Format aufnehmen
  • Neben den zahlreichen Motivprogrammen und der Blenden-, Zeit- und Programmautomatik unterstützen Edelkompakte auch den manuellen Modus

Was ist nicht so gut bei einer Kompaktkamera

  • Gute High-End-Kompaktkameras sind teuer, viele liegen preislich auf dem Niveau von Einsteiger- bis Mittelklasse-DSLRs
  • Nicht alle Kameras haben einen Bildstabilisator und somit keine Unterstützung im Zoom-Modus oder beim Filmen
  • Durch die fest eingebaute Optik sind manuelle Fokussierung und die Aufbringung von Filtern sehr schwer oder gar nicht möglich
  • Objektivwechsel und damit eine Erweiterung der Brennweite oder Blende sind nicht möglich

Einsatzmöglichkeiten der Kompaktkamera

Die Kompaktkamera ist eigentlich für Schnappschüsse und Erinnerungsfotos gedacht. Dank ihrer kompakten Form kann sie überall in der Tasche getragen werden. Doch das Smartphone ersetzt immer mehr die Kompaktkamera und lässt ihre Einsatzmöglichkeiten schrumpfen.

Auf eine Kompaktkamera kann verzichtet werden

Zumindest tue ich das. Eine hochwertige Edelkompakte wie eine der neusten Sony RX-100 * (affiliate Link) könnte ich mit für meine Bergtouren gut vorstellen. Allerdings ist zum Beispiel eine Sony a6000 + Kitobjektiv genauso teuer, etwas größer aber dafür viel besser.

 

Die Bridgekamera

Bridgekameras vereinen die Eigenschaften von Spiegelreflexkameras und Kompaktkameras und stellen so in Bezug auf Ausstattung, Qualität und Funktionen eine Kombination zwischen den beiden Konstruktionsprinzipien dar. Sie werden auch Prosumerkameras genannt, was die Positionierung zwischen „Professional“- und „Consumer“-Kameras anzudeuten soll.

Bridgekamera
Die Bridgekamera

Die Story der Bridgekamera

Das Konstruktionsprinzip der Bridgekamera gab es bereits seit den 1950er Jahren unter anderem mit dem Nikkorex 35, und wurde erst 1988 mit der Yashica Samurai wiederbelebt und angetrieben. Bridgekameras haben sich bis heute zu wahren Alleskönnern entwickelt. Weil die Idee dabei ist, alles in ein Gehäuse reinzupacken, decken heutige Bridgekameras enorme Brennweiten bei einer relativ kompakten Größe und teils richtig guter Qualität ab.

Was ist gut bei einer Bridgekamera

  • Alles was man braucht hat man in einem Gehäuse, relativ kompakt und oft spritz- und staubfest
  • Die fest eingebauten Objektive erreichen oft einen riesen Brennweitenbereich (Zoomfaktoren bis zu 83-fach)
  • Im Vergleich zu Spiegelreflexkameras sind sie kompakter und viel leichter
  • Viele Bridgekameras sind mit Fokusring ausgestattet
  • Der Monitor ist meist schwenkbar und einen Sucher gibt es auch
  • Sie bieten oft eine gute Videoqualität
  • Manuelle Einstellungen sind bei den meisten Kameras möglich

Was ist nicht so gut bei einer Bridgekamera

  • die fest eingebauten Objektive bieten eine nicht so hohe Qualität. Allgemein haben Zooms diese Einschränkung und je größer der Zoombereich ist, umso mehr geht an Qualität verloren
  • Oft sind kleine Sensoren eingebaut die sich auf Qualität, Tiefenschärfe und Bildrauschen auswirken
  • Am Ende der Blendenskala ist bei Blende 8 oder 11 schon Schluss (wobei das immer mit dem Crop-Faktor zusammenhängt)
  • Erschwerte manuelle Fokussierung, weil kein Fokusring vorhanden ist
  • Komplizierte Aufbringung von Filtern
  • Nicht immer wird das RAW-Format unterstützt

Einsatzmöglichkeiten einer Bridgekamera

Mit einer Bridge Kamera können die meisten Einsatzbereiche abgedeckt werden, wenn auch mit Kompromissen. Speziell im Bereich Astrofotografie (Mond, Saturn) kann eine Bridgekamera dank großer Brennweiten gute Dienste leisten.

Bridgekameras bieten viel, schränken aber auch ein

Wer sich eine Bridgekamera kauft, der bekommt alles was er braucht in einem Gehäuse. Man kann sich dann komplett auf das Fotografieren konzentrieren ohne immer nachzudenken: welche Objektive muss ich auf meiner Tour mitnehmen? Welches Objektiv ist in dieser Situation besser? Oh, nein ich habe jetzt kein Teleobjektiv dabei!

Dennoch fehlt mir bei einer Bridgekamera die Möglichkeit die Objektive zu wechseln.

 

Die Systemkamera

Eine Systemkamera ist eine Fotokamera mit austauschbaren Komponenten wie z.B.: Objektive oder Accus. Der Begriff Systemkamera wird häufig für kompakte, spiegellose System-Digitalkameras verwendet, damit sie von den Spiegelreflexkameras abgegrenzt werden.

Systemkamera Sony a6000
Die Systemkamera (Sony a6000)

Weitere Bezeichnungen sind:

  • Kompakte Systemkamera (CSC – Compact System Camera)
  • Spiegellose Systemkamera (MSC – Mirrorless System Camera)
  • Spiegellose Kamera mit Wechselobjektiv (MILC – Mirrorless Interchangeable Lens Camera)
  • Kamera mit elektronischem Sucher und Wechselobjektiv (EVIL – Electronic Viewfinder Interchangeable Lens Camera)
  • EinäugigeSpiegellose Digitalkamera (DSLM – Digital Single Lens Mirrorless)

Die Story der Systemkamera

Die ersten Ansätze einer Systemkamera erfolgten 1930, mit der Schraubleica Ic. Als erste vollwertige Systemkamera gilt jedoch die 1936 vorgestellte Kleinbildkamera Kine-Exakta, die zur Exakta Varex weiterentwickelt wurde. Bis zum Ende der 1950er Jahre waren Systemkameras überwiegend Messsucher-Kameras, danach setzten sich Spiegelreflexkameras durch. Als Vorbild für alle weiteren Entwicklungen gilt hier vor allem die professionelle SLR-Kamera Nikon F die zwischen 1959 und 1974 gebaut wurde. Aktuell fährt Sony eine starke Produkt-offensive im Bereich der spiegellosem Systemkameras die einen klaren Trend zu diesem System zeigt.

Was ist gut bei einer Systemkamera

  • in Vergleich zu Spiegelreflexkameras sind Systemkameras kompakt und leicht
  • Die eingebauten Sesoren sind vergleichbar mit denen der Spiegelreflexkameras (Four-Thirds, APS-C, Vollformat u.a.)
  • Die elektronischen OLED Sucher sind qualitativ sehr hochwertig und zeigen genau das an was tatsächlich auf dem Sensor später aufgenommen wird

Was ist nicht so gut bei einer Systemkamera

  • Gute, hochwertige Systemskameras sind teuer
  • Bei den meisten Herstellern gibt es nur eingeschränkte Angebote an Objektiven und Zubehör

Einsatzmöglichkeiten einer Systemkamera

Systemkameras gibt es mit allen gängigen Sensoren (Vollformat, APS-S, MFT, und andere). Mit der richtigen Wahl der Kamera und deren Objektiven kann eine Systemkamera in den meisten Fotografiebereichen eingesetzt werden.

Für mich ist eine Systemkamera die beste Wahl

Durch den Wegfall des Spiegels kann das Objektiv näher an den Sensor rücken. Dadurch wird das Gehäuse kleiner aber auch die Objektive. Je kleiner der Sensor, umso kleiner und kompakter auch die Objektive da der Durchmesser kleiner gehalten werden kann. „Silent Shooting“ (Stilles Auslösen) finde ich super und, ich möchte den elektronischen OLED Suchen nicht mehr missen.

 

Die Spiegelreflexkamera

Mit Spiegelreflexkamera, kurz SR-Kamera, bezeichnet man einen Fotoapparat, bei dem sich zwischen Objektiv und der Bildebene ein wegklappbarer Spiegel befindet. Es gibt drei Arten von Spiegelreflexkamera wobei in der heutigen Zeit die letztere die größte Bedeutung hat:

  • Zweiäugige Spiegelreflexkamera
  • Einäugige Spiegelreflexkamera
  • DSLR – Digitale Spiegelreflexkamera
Spiegelreflexkamera Praktica
Alte Spiegelreflexkamera (Praktica)

Die Story der Spiegelreflexkamera

Die erste Spiegelreflexkamera wurde 1861 von Thomas Sutton konstruiert. 1893 wurde dann ein Wechselmagazin für die Spiegelreflexkamera patentiert. Doch die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera der Welt war die Kine Exakta der Firma Ihagee in Dresden, vorgestellt auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1936.

Was ist gut bei einer Spiegelreflexkamera

  • Da es diesen Markt schon länger gibt, existiert ein breites Angebot an Objektiven und Zubehör
  • Die Spiegelreflexkameras haben einen hohen Bekannteheitsgrad als professionelle Kameras, Systemkameras müssen sich erst noch durchsetzen

Was ist nicht so gut bei einer Spiegelreflexkamera

  • Die Spiegelreflexkameras sind in der Regel groß und schwer. Das gilt auch für die Objektive
  • Der Spiegelmechanismus verursacht zusätzliche Geräusche
  • Für den Autofokus braucht es einen zweiten Sensor

Einsatzmöglichkeiten der Spiegelreflexkamera

Spiegelreflexkameras gibt es in sehr vielen Varianten, vom Einsteigermodell bis hin zu der Profiversion. Dadurch können eigentlich alle Foto-Bereiche abgedeckt werden.

Wenn du dir ein Equipment aufbauen möchtest, dann schaue dir meine 11 Tipps für deine perfekte Fotoausrüstung an.  


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