11 Top Sony Alpha 6000 Objektive

Volker RastelFotoausrüstung, FotografierenKommentar Aktualisiert: 10.12.2018

Sony-Alpha-6000-Objektive
Sony-Alpha-6000-Objektive
Wer gerade das Fotografieren für sich entdeckt hat, stolpert früher oder später über die Sony Alpha 6000 Objektive

Wer gerade das Fotografieren für sich entdeckt hat, stolpert früher oder später über die Sony Alpha 6000 (und dessen Sony Alpha 6000 Objektive) – eine der beliebtesten spiegellosen Systemkameras auf dem Markt. Die häufig genannte „geringe Anzahl verschiedener Objektive“ ist schon längst nicht mehr aktuell, denn mittlerweile bietet nicht nur Sony selbst Objektive an, sondern auch Dritthersteller wie Sigma oder Tamron.

Im Folgenden möchte ich dir einige Objektive näherbringen, um dich bei der Entscheidung, welches denn für dich das richtige sein könnte, zu unterstützen. Alle empfohlenen Objektive verfügen über ein standardisiertes E-Mount Objektivbajonett und sind auch für andere Sony Kameras nutzbar (etwa die Sony Alpha 5000, die Sony Alpha 6300, die Sony Alpha 6500 oder die Kameras der NEX-Serie).

 

Sony 10-18 mm, f/4 (Weitwinkel-Objektiv)

Weitwinkelobjektiv Sony 10-18
Weitwinkelobjektiv Sony 10-18

Das Sony SEL1018 ist ein Weitwinkelobjektiv für die Sony Alpha 6000. Die Brennweite liegt bei 10-18mm (was umgerechnet 15-27mm auf Vollformat entspricht) und ist ideal für Landschaftsfotos, Architektur oder beim Fotografieren in engen Räumen). Die Blende ist durchgehend f4 und exzellent für Fotos bei gutem Licht oder bei langer Belichtungszeit. Im Low-Light-Bereich braucht es Erfahrung, um keine verwackelten Fotos zu bekommen. Das Gewicht liegt bei ca. 227g. Die Qualität ist sehr gut und die Fotos sind gestochen scharf mit wenig Verzerrung. Mit ca. 750€ (hier aktueller Preis prüfen) ist der Preis allerdings auch recht knackig – mit etwas Glück kann man aber ab und zu günstigere Schnäppchen abstauben (etwa bei den Amazon Prime-Days).

 

Sony 16-50 mm, f/3.5-5.6 (Kit-Objektiv)

Normalobjektiv
Normalobjektiv

Häufig auch als Kit-Objektiv bezeichnet. Das liegt daran, dass man es meistens im Kit mit einer Sony Alpha 6000 geliefert bekommt, wenn man die „Kit“ Variante wählt. Gerade für Einsteiger ist dieses Objektiv eine recht gute Wahl. Die Brennweite von 16-50 mm reicht für viele Einsatzzwecke aus, ebenso die Lichtstärke von f/3.5 bis f/5.6. Ein weiterer Pluspunkt ist das geringe Gewicht (ca. 120 Gramm) und die kompakte Bauweise.

Die Qualität der Bilder ist in Ordnung und immer noch um ein Vielfaches besser als mit einer Smartphone-Kamera, sofern die Lichtverhältnisse stimmen.

Für mich ist das Kit Objektiv Fluch und Segen zugleich. Ich benutze es nicht sehr oft, aber wirklich abschieben möchte ich es auch nicht. Wie die meisten Besitzer habe ich es auch nur deshalb, weil es bei meiner Sony A6000 Kit Kamera dabei war. Ein Einzelkauf lohnt sich in den seltensten Fällen, weil es dafür einfach mit knapp 200€ (prüfe den aktuellen Preis auf Amazon) meiner Meinung zu teuer ist und man für etwas mehr ein besseres Objektiv geboten bekommt. Ich nutze es ab und zu noch auf Reisen, weil das Objektiv klein und kompakt ist. Zurzeit ist es kaputt, weil es meine Kamera bei einem Sturz retten musste 😊

 

Sigma 16mm F1,4 (Weitwinkelobjektiv)

Das Sigma 16mm F1,4 zeichnet sich vor allem durch eine sehr große Offenblende von f1,4 aus. Ich habe mir das Objekt direkt nach dem Erscheinen gekauft, weil ich gefühlte 3 Jahre auf genau so etwas gewartet hatte. Sigma hat sich viel Zeit genommen, um die neue Generation E-Mount-Objektive herauszubringen, aber das Warten hat sich gelohnt. Ich fotografiere viel in den Bergen, vorwiegend bei Sonnenaufgang und -untergang. Dafür braucht man einfach ein gutes, lichtstarkes Weitwinkelobjektiv, damit das Bild nicht rauscht. Das ein solch lichtstarkes Objektiv mehr Glas verbaut hat und allg. größer ausfällt, ist kein Geheimnis. Das merkt man am Gewicht von 590 Gramm. Dafür punktet das Objektiv mit der Bildqualität, der Blende und dem Preis: mit ca. 400€ Anschaffungskosten (aktueller Preis) ist dieses Weitwinkelobjektiv fast unschlagbar.

Neben der Landschaftsfotografie eignet es sich natürlich auch für Lifestyle-Portraits oder Produktfotografie.

 

Sigma 19 mm, f2,8 DN (Weitwinkelobjektiv)

Eine gute Alternative zum Sigma 16mm F1.4 ist dieses etwas ältere Modell mit einer höheren Brennweite von 19mm und schwächere Blende von 2.8. Das Sigma 19 mm f/2.8 besticht durch wenig Volumen, weniger Gewicht (ca. 160 Gramm) und günstigen Anschaffungskosten von unter 200€. Ideal, um es auf Wanderungen oder Radtouren mitzunehmen. Das Objektiv besitzt einen Autofocus, allerdings fehlt der Bildstabilisator. Im Bereich der Videografie ein großer Nachteil. In Kombination mit einer Sony Alpha 6000 ist das ein Problem, bei einer Sony Alpha 6500 kann man zumindest die Kamerastabilisierung nutzen, und so einige Blendestufen wiedergutmachen. Persönlich finde ich es problematisch, dass das Metallgehäuse (ohne Rillen) sehr anfällig für Kratzer ist und es schnell „verbraucht“ aussieht. Wen das allerdings nicht stört, bekommt ein Objektiv mit guten Bildergebnissen für einen supergünstigen Preis.

 

Sigma 30 mm, f1,4 (Normalobjektiv)

Das lichtstarke, normale Objektiv 30mm F1,4 DC DN von Sigma kommt in bekannter Sigma Qualität und ist ähnlich aufgebaut wie das Sigma 16mm F1,4. Es eignet sich besonders für Portraits. Auch hier ist im Objektiv kein Bildstabilisator verbaut, was den günstigen Preis von unter 350€ teilweise erklärt. Anfangs hatte ich Probleme mit dem Autofokus, aber nach einem Firmware-Update setzte es sich als lichtstarkes Normalobjektiv für die Sony Alpha 6000/6300/6500 Reihe durch und machen es zum vielleicht beliebtesten Normalobjektiv für die Sony Alpha 6000.

 

Sony 50 mm, f/1.8 (Porträtobjektiv)

Ein weiteres Normal-Objektiv ist das Sony 50mm f 1.8. Eine gute Alternative zum Sigma 30mm f1.4 mit etwas weniger Lichtstärke, Gewicht und Volumen, dafür mehr Brennweite von 75mm auf Vollformat umgerechnet. Als Besitzer dieses Objektivs schätze ich die Qualität der Bilder sehr, verfluche aber fast jedes Mal den fast unerträglich langsam arbeitenden Autofokus, der zudem auch manchmal noch unpräzise arbeitet. Die Offenblende f/1.8 ermöglicht Aufnahmen mit sehr geringer Tiefenschärfe und eignet sich sehr gut zum Erstellen von Portrait-Aufnahmen.

Wer in diesem Brennweitenbereich neu startet und auch mit einem 30mm Objektiv gut auskommt, sollte sich unbedingt das Sigma 30 mm, f1,4 anschauen. Das ist lichtstärker und nicht viel teurer.

Beim Sony SEL50F18 liegt der Preis bei ca. 300€.

 

Sony 18-105 mm, f/4 (Zoomobjektiv)

Normales-Zoom

Das Sony SELP18105G punktet mit einem Zoom-Umfang bis 105 mm und einer durchgängigen Blende von f/4, was sich im hohen Zoombereich sehen lassen kann. Ich nutze dieses Objektiv auf Reisen oder Städtetouren und habe es dort dem Sony 16-70z vorgezogen, weil es mehr Brennweite hat und man sich so manch einen Objektivwechsel oder die Schlepperei spart. Es hat eine Innenfokussierung und ist somit staubfester. Das bedeutet, dass die Linsen bei der Fokussierung oder Veränderung der Brennweite sich im inneren der Linse bewegen, während das Außengehäuse sich nicht bewegt. Das macht das ganze Objektiv allerdings etwas größer und schwerer (ca. 420 Gramm).

Ein nettes Feature (etwa beim Filmen) ist der stufenlose Powerzoom, der auch exzellent funktioniert.

Der Preis liegt bei ca. 500 € und geht für dieses Objektiv in Ordnung.

 

Sony 55-200 mm, f/4.5-6.3 (Teleobjektiv)

Gute günstige Teleobjektive sind für die Sony Alpha 6000 Mangelware. Eine Option ist das Sony SEL55210. Es ist das einzige dedizierte Tele-Zoom Objektiv für APS-C Kameras von Sony. Das Sony 55-200 mm, f/4.5-6.3 ist als Ergänzung zum Sony 16-50 mm, f/3.5-5.6 das zweite Kit Objektiv, welches im Großen Kit Packet mit der Sony Alpha 6000 oder auch separat erhältlich ist. Da es relativ lichtschwach ist, kann man es nur dann vernünftig nutzen, wenn das Licht gut ist (außer man setzt auf die Langzeitbelichtung).

Übrigens: Mond-Fotos sind keine Low-Light-Bilder. Der Mond reflektiert so viel Licht, dass man ihn sogar mit diesem Objektiv sogar ohne Stativ aufnehmen kann.

Astrofotografie
Der Mond: fotografiert mit dem Sony 55-200 Teleobjektiv

Eine Brennweite von 55-210mm deckt das Objektiv ab, im Vergleich zu einer Superzoom auch in einer besseren Qualität. In der letzten Stufe der Brennweitenskala bringt es umgerechnet 315mm im Vollformat.

Das Objektiv hat ein Gewicht von ca. 345 Gramm und hat ein geringes Volumen für diese Brennweite. Bei einem Preis von ca. 230€ liefert es eine gute Qualität.

 

Sony 70-200mm F4. G OSS E Mount Lens (Teleobjektiv)

Das Sony 70-200mm F4 ist ein sehr hochwertiges Zoom-Objektiv. Das wird dann auch bei einem Preis von ca. 1300€ deutlich (aktuelle Preise auf Amazon). Es hat eine große Lichtstärke und eine gute Schärfe. Eigentlich ist dieses Objektiv für Vollformat-Systemkameras ausgelegt, aber es passt auch für E-Mount APS-C Kameras.

 

Sony SEL-70300G (Teleobjektiv)

Das Sony SEL-70300G ist ein teures, aber auch sehr hochwertiges Tele-Zoom-Objektiv. Wie schon das Sony 70-200mm F4 ist es eigentlich für die Vollformat-Reihe konzipiert worden, liefert aber auch an den APS-C Kameras klasse Ergebnisse. Die Linse kann von der Qualität mit denen der Sony G-Master Modellen mithalten. Das spiegelt sich dann aber eben auch im Preis wieder.

 

Sony 30 mm, f/3.5 (Makroobjektiv)

Das Sony SEL30M35 ist ein Einsteigerobjektiv für all jene, die sich mit der Makro-Fotografie befassen wollen. Ich habe anfangs einiges im Makrobereich ausprobiert: unzählige analoge Objektive, Retroringe und Zwischenringe. Irgendwann habe ich mich dann auf E-Mount Zwischenringe eingependelt und komme mit denen mittlerweile auch gut zurecht. Trotz der Übermittlung der Daten und Auto-Fokus ist alles etwas aufwändiger. Mal muss ein Zwischenring raus, mal ist man nicht nah genug dran und kann nicht fokussieren. Deshalb habe ich mir dieses Makro-Objektiv gekauft. Für Sony gibt es keine große Auswahl an Makro-Objektive, doch wer ab und zu mal (wie ich) ein Makro Foto macht, für den ist dieses Objektiv völlig ausreichend. Die Qualität ist sehr gut, mit einer blende von F/3.5 kann auch das eine oder andere Porträtfoto gemacht oder das Objektiv als normales Objektiv genutzt werden.

Das Sony SEL30M35 ist mit knapp über 200€ sehr günstig, klein und leicht. In einem Metallgehäuse gibt es diese Objektiv nur in grau und hat einen speziellen Makro-Schutzdeckel.


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