11 Tipps für deine perfekte Fotoausrüstung in 2018

Volker RastelFotoausrüstung, Fotografieren2 Kommentare Aktualisiert: 07.05.2018

Volker Rastel  11 Tipps für deine perfekte Fotoausrüstung in 2018 Fotoausrüstung Fotografieren

Vermutlich kennst du das Problem, wenn du dir eine Fotoausrüstung aufbauen willst. Du stellst dir Fragen:

  • Volker Rastel 11-Tipps-für-deine-perfekte-Fotoausrüstung 11 Tipps für deine perfekte Fotoausrüstung in 2018 Fotoausrüstung Fotografieren    Wie starte ich?
  • Welche Kamera passt zu mir?
  • Welche Objektive?
  • Was für ein Stativ, Filter oder Zubehör?

Ich kann dich beruhigen: dieses Problem haben alle! Du bist nicht der einzige, der gute Tipps für deine perfekte Fotoausrüstung brauchst.

Der Foto-Bereich ist ein beachtlicher Wirtschaftsbereich und die Produktauswahl ist riesig. Gerade am Anfang steht man ziemlich ratlos da und versucht sich zurechtzufinden in den tausenden von Reviews, Berichte, Empfehlungen, Ratgeber.

Doch eigentlich ist es gar nicht so schwer. Alles was du brauchst sind:

  • gute Tipps
  • etwas Geld
  • viel Geduld

Bis zur Fotoausrüstung die zu dir perfekt passt, kann manchmal auch etwas Zeit vergehen. Wichtig ist dabei das du dieses Thema Schritt für Schritt angehst, bewusst entscheidest und ab und zu es mal Revue passieren lässt.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir meine 11 besten Tipps für deine perfekte Fotoausrüstung auf dem Weg geben. Die Entscheidungen musst du natürlich selber treffen. Deshalb kann ich dir raten dich damit auseinanderzusetzen, das bindet dich an das Equipment und du gehst die Sache viel motivierter an.

Produktlinks
An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich konkrete Empfehlungen nur für die Produkte mache, die ich nutze und kenne und von denen ich absolut überzeugt bin. Da ich schon seit vielen Jahren mit Sony fotografiere und ich mich mit diesen Produkten am besten auskenne, werde ich vorwiegend diese empfehlen. Du kannst das natürlich auf deine Lieblingsmarke übertragen. 🙂 Übrigens, die Produktlinks sind Amazon Partnerlinks. Das bedeutet: bei einem Kauf bekomme ich eine kleine Provision, ohne dass dadurch der Preis für dich höher wird. Das hilft mir diesen Blog zu betreiben und dir guten Inhalt zu liefern, danke.

 

1 – Mache dir eine Checkliste und schreibe dir die wichtigsten Anforderungen auf

 

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Sony A6500 mit Sony SEL50F1.8 und SEL18105; Blende 8; ISO 100; Belichtungszeit 1/15
© Volker Rastel

Die Auswahl der Fotoausrüstung hängt ganz einfach von den eigenen Anforderungen ab. Doch gerade am Anfang tut man sich mit einer Anforderungsliste sehr schwer. Wie denn, wenn die Erfahrung erst aufgebaut werden muss? Wird man eher die Landschaft fotografieren oder doch Porträts? Oder doch eher Makro oder Sport? Das kann anfangs keiner so richtig wissen.

Die Fotografie ist eine Reise, die man vermutlich nicht richtig planen kann. Für den Einen ist sie eher schnell und kurvig, für dem Anderen gemütlicher und mit weniger Abzweigungen. Übertragen wir das auf die verschiedenen Fotografie-Bereiche, dann bekommen wir unterschiedliche Anforderungen. Eine Fotoausrüstung für die Landschaftsfotografie zum Beispiel sieht ganz anders aus als eine für Porträts.

Ich zum Beispiel, bin sehr fasziniert von der Landschaftsfotografie, speziell Regenwolken mit vielen Strukturen, oder Sonnenuntergänge, Sonnenaufgänge, Berg-Ausblicke. Auch Architektur gehört zu meinen typischen Fotomotiven, sowie Makro- und etwas Menschen- und Straßenmotive.

Ich habe meine Kamera auf Reisen, in die Berge und auf Fahrradtouren dabei. Also setze ich durch meine Hauptanforderungen auf eine kompakte Reise/Outdoor Fotoausrüstung. Das war einer der Gründe für eine Systemkamera. Und eine kleine Systemkamera bedeutet auch kleinere Objektive, kleineres Stativ und Zubehör.

Ein Porträtfotograf wird eher zu einer größeren Vollformat Spiegelreflexkamera greifen. Da kann mal ein einziges Objektiv mehr wiegen als meine Kamera. Dafür sind diese aber lichtstark und sehr hochwertig.

Die Kit-Strategie

Für diejenigen die am Anfang stehen, haben sich die Marketingabteilungen der Hersteller ein Starter-Kit-Paket ausgedacht. Eine Kamera der Einsteigerklasse und ein Kit-Objektiv. Und das ist gar nicht so falsch, da kann man eigene Erfahrungen sammeln, auch wenn man etwas Lehrgeld bezahlt.

Die Entscheidung mit wem man das Bett teilt, ist meiner Meinung nach viel wichtiger. Denn jeder Hersteller tickt anders. Angefangen mit der Menüführung, Software bis hin zu der Philosophie des Unternehmens entscheidet man hier meist etwas langfristiger. Ein System-Umstieg später, ist teuer. Stelle dir mal einen Umstieg von Windows auf Mac vor, das ist nicht so einfach, oder?

 

2 – Prüfe die Objektivauswahl deiner Wunschkamera

 

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Sony A6500 und Sony a6000 mit Sony SEL50F1.8; Blende 8; ISO 100; Belichtungszeit 1/15
© Volker Rastel

Auch wenn später die Objektive eine große Rolle spielen werden, startet der Aufbau einer Fotoausrüstung üblicherweise mit der Auswahl der Kamera. Man kämpft sich durch technische Datenblätter, Funktionsbeschreibungen, Testberichte, Foren und vergleicht bunte schöne Marketing-Blätter. Eine anstrengende Arbeit da oft am Anfang nicht alle Begriffe sitzen. Das ist aber Teil der Journey, da muss man durch, und später kommt dir zurückbetrachtet das eine oder andere etwas lustig vor.

Doch, die Kamera Auswahl steuert automatisch die Auswahl der Objektive, und die Objektivauswahl ist eins der wichtigsten Kriterien bei der Kamera Auswahl. Das muss dir sehr bewusst sein. Auch wenn die meisten Hersteller inzwischen auch für ihre neusten Bajonetts viele Objektive anbieten können, schaue dir das in Ruhe an.

Prüfe, ob alle wichtigen Objektiv-Typen vorhanden sind, und zwar für genau den Kamera-Sensor (APS-C, Vollformat, u.a.). Weitwinkel-, Tele-, Makro-, Ultraweitwinkelobjektiv, usw., 1-2 gute Standard-Zooms sollten als Kaufoption vorhanden sein, und gute Festbrennweiten (näheres weiter unten bei den Objektiven). Auch wenn du sie am Anfang nicht brauchst, ein Systemwechsel kann später sehr teuer werden. Lass dich von einer schicken Kamera nicht blenden und nimm dir die Zeit die du brauchst. Du kannst ja mit der Fotografie auch mit deinem Smartphone starten (die Details erkläre ich dir weiter unten). Und wenn du kurzfristig für eine wichtiges Ereignis ein gute Kamera braucht, dann leihe sie dir aus.

 

3 – Eine kompakte Kamera nimmst du anfangs öfters her

 

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Sony A6500 und Sony a6000 mit Sony SEL50F1.8; Blende 8; ISO 100; Belichtungszeit 1/15
© Volker Rastel

Es gibt 5 große Kamera-Kategorien und hier musst du dich entscheiden. Je nach Budget kannst du hier auch beliebig kombinieren oder nachträglich erweitern:

Smartphones

sind eigentlich „ich habe das eh in der Hosentasche“ Kameras. Mit ihnen kann schon parallel zur Auswahl der Ausrüstung gestartet werden. Es gibt einige Grundregeln in der Fotografie, die auch mit dem Smartphone umgesetzt werden können: Bildkomposition, Drittel-Regel, Goldener Schnitt, u. a. Selbst manuelle Einstellungen können mit Adobe Lightroom Mobile getestet werden und eine RAW Unterstützung und RAW Entwicklung ist auch dabei. Die aktuellen Smartphones liefern bei guten Lichtverhältnissen eine gute Qualität. Weltbekannte Smartphone-Fotografen zeigen was alles möglich ist. Ich selbst nutze mein iPhone immer dann, wenn ich meine Kamera nicht dabei habe. Doch, ist man einen Sucher gewöhnt, möchte man ihn nicht mehr missen. Aber dafür sind Smartphones ja auch nicht gedacht.

Kompaktkameras

Der Kompaktkamera Bereich wurde in den letzten Jahren von den Smartphones zum Teil regelrecht verschluckt. Laut Statista , musste dieser Ansatzbereich in den letzten 10 Jahre, also seit dem Erscheinen des ersten iPhones, ca. 2/3 einbüßen.
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Edelkompakte allerdings scheinen eine Nische zu sein bei denen Smartphones noch nicht ankommen. Ein Beispiel dafür ist die Sony DSC-RX100 mit schwenkbarer Monitor, Blitz, RAW Unterstützung, manuelle Einstellungen, digitaler Sucher, u.v.m. … alles dabei und dazu noch eine sehr gute Bildqualität für so ein Mini-Gehäuse. Doch mit Preisen zwischen 330€ und knapp 1000€ für das aktuelle Modell ist diese Kamera kein Schnäppchen :/ (prüfe hier die aktuellen Preise auf Amazon)

Nun, wer von Anfang an keine Lust auf Objektivwechsel hat und eine gute kompakte Kamera sucht, kann hier zugreifen. Olympus, Fuji, Panasonic, Canon, Nikon u. a. haben ähnliche Produkte, hier musst du einfach vergleichen und deine Lieblingsmarke finden. Wer später eine größere Kamera braucht kann die alte dann entweder verkaufen oder als zweite Outdoor oder Handtaschenkamera behalten.

Bridgekameras

sind, wenn man es so möchte, der Versuch einer „Wollmilchsau“ bei den Kameras. Eine Mischung aus Kompakt und Profi, haben sie oft einen Riesen-Zoom und decken in einem Relativ kompaktem Gehäuse sehr viel ab. In punkto Qualität muss man aber Abstriche in Kauf nehmen. Alles unter einem Hut zu bringen ist technisch nicht einfach.

Systemkameras

sind für mich die beste Wahl. Ich kann persönlich auf den ganzen Klappmechanismus und Spiegel einer Spiegelreflexkamera gut verzichten. Ich bin ein Fan von digitalem Sucher, kompaktem Gehäuse und trotzdem guter Fotoqualität. Meine absolute Empfehlung für den Einstieg ist die Sony Alpha 6000 (vergleiche die Preise hier) Sie hat einen APS-C Sensor, einen schnellen Autofokus, OLED Digitalsucher und das Preisleistungsverhältnis ist hervorragend.

Spiegelreflexkameras

stehen immer noch an der Spitze aller Kameras, wenn es um die Qualität geht. Vor allem Kameras mit großen Sensoren, auch Mittelformat-Sensoren findet man teilweise nur in dieser Klasse. Systemkameras allerdings holen da ganz schön auf und werden in Zukunft vermutlich die Spiegelreflexkameras in einigen Bereichen ablösen. Der große Vorteil der Spiegelreflex Kameras ist eine enorme Objektiv-Auswahl. Hier wirst du bei Canon oder Nikon jedem Anspruch gerecht, auch wenn die Auswahl manchmal nicht einfach ist.[/cs_text]


Meine Entscheidung fiel hier eindeutig auf eine Systemkamera mit APS-C Sensor. Meine Kamera ist kompakt und einigermaßen für Outdoor geeignet, hat einen guten schneller Autofokus und einen guten Sensor der auch 4K Videoaufnahmen ermöglicht. Ein 5-Achsen Bildstabilisator ist auch eingebaut. Dieser unterstützt nicht nur beim Filmen, sondern auch beim Fotografieren indem er längere Verschlusszeiten ohne Kameraverwacklungen ermöglicht.

OK, der APS-C Sensor kommt natürlich nicht an einem Vollformat oder gar Mittelformat ran (schade), dafür sind aber Kamera und Objektive viel kleiner, leichter und günstiger, und das ist sehr wichtig für mich. Für richtige Outdoor Touren, mit Wasser und Dreck ist sie dann doch nicht optimal geeignet, aber dafür gibt es eine tolle Erfindung die heißt GoPro.

 

4 – Vergiss das Kit-Objektiv und kaufe dir ein gutes Zoom-Objektiv

 

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Sony A6500 mit Sony SEL50F1.8 und SEL18105; Blende 8; ISO 100; Belichtungszeit 1/15
© Volker Rastel

Für diejenigen, die noch nicht genau wissen in welcher Richtung die Fotoreise geht und somit sich auch nicht festlegen können welche Objektive sie brauchen und kaufen sollen gibt es das Kit-Objektiv. Dieses deckt für den Anfang das meiste recht gut ab. Es ist wichtig um Erfahrung zu sammeln und vor allem um herauszufinden in welchen Bereichen der Fokus eher liegen wird. Oft wird das Kit-Objektiv aber relativ schnell in die verstaubte Ecke geschoben und durch ein besseres Zoom ersetzt.

Da stellt sich die Frage warum nicht gleich mit einem vernünftigem Zoom starten? Wenn du es mit der Fotografie einigermaßen ernst meinst, dann kann ich dir das gleich am Anfang raten. Ich hatte ein Sigma 17-70 F2.8-4 Makro (Amazon Affiliate Link) Objektiv und habe heute ein Sony 18-105 F4 (Amazon Affiliate Link). Diese Zooms decken mehr Brennweite ab, sind lichtstärker und haben eine bessere Nahgrenze. Die Bezeichnung Makro bedeutet hier, dass man recht nahe ans Motiv kommt, sie sind aber keine Makro-Objektive. Auch wenn du deine Ausrüstung erweiterst, bleibt ein gutes Zoom in der Regel immer im Einsatz.[/cs_text]


Für meine Sony Kamera gibt es ein qualitativ etwas höherwertiges und kleineres Sony SEL1670Z (Amazon Affiliate Link) Objektiv. Mir waren aber die längere Brennweite, das Power Zoom beim Filmen und ein geschlossenes Gehäuse beim Zoomen wichtiger. Mit Kompromissen muss man immer rechnen.

 

5 – Kaufe deine Objektive der Reihe nach und lass dazwischen Zeit vergehen

 

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Sony A6500 mit Sony SEL50F1.8 und SEL18105; Blende 8; ISO 100; Belichtungszeit 1/15
© Volker Rastel

Wenn du dein Zoom-Objektiv richtig genutzt und damit Erfahrung gesammelt hast, dann kannst du dir eine Festbrennweite kaufen. Ein lichtstarkes 50mm Objektiv wie zum Beispiel mit Blende 1.8 findest du bei den meisten Herstellern sehr günstig. Damit entdeckst du die Welt der lichtstarken Objektive. Es darf auch gerne ein 35 mm Objektiv sein wenn du eher einen weiteren Winkel bevorzugst oder ein 85 mm für ein schönes Freistellen bei Porträts. Aber diese sind in der Regel teurer. Du musst bedenken, dass ein 50 mm Objektiv auf einer APS-C Kamera umgerechnet auf 75 mm kommt, also ein tolles Porträt-Objektiv.

Gute lichtstarke Teleobjektive sind nicht günstig. Deshalb wirst du da vermutlich klein anfangen müssen. Ein lichtschwaches 55–210 mm oder 70–200 mm reicht möglicherweise am Anfang.

Was ich nicht empfehlen kann, sind Superzooms z. B.: 18–200 mm. Die aufwendige Konstruktion gibt keine gute Qualität zu einem moderaten Preis her. Sie sind oft lichtschwach, unscharf und verzerren. Auf einem guten Monitor siehst du den Unterschied. Ausnahmen können hier Reisefotografen machen, die auf Objektivwechsel weitgehend verzichten müssen oder wollen. Diese sollten dann aber hochwertige Objektive kaufen.

Für Lanschaft und Architekturfotografie kann ich dir für später auch ein Ultra-Weitwinkel empfehlen. Stattdessen kannst du anfangs auch Panorama Stitching mit der kostenlosen Software Hugin testen, das macht Spaß.


TIPP: Welche Objektive du Anfangs brauchst habe ich in einem extra Artikel 2 Objektive die su am Anfang brauchst, und 3 erst später zusammengefasst.

Die APS-C Vorteile

Die meisten APS-C Objektive sind kleiner, leichter und günstiger als vergleichbare Vollformat-Objektive. Für das gleiche Bajonett (z. B.: Sony E-Mount) kannst du die Vollformat-Objektive auch bei den APC-S Kameras nutzen, so sparst du für einen eventuellen Umstieg auf das Vollformat Geld. Doch APS-C Objektive sind für APS-C Kameras besser optimiert da sie dafür gebaut werden. Eine Zwickmühle :/

Bei den meisten Systemkameras kannst du viele alte Objektive adaptieren. Es kann Anfangs sehr viel Spaß machen, mit der Zeit allerdings wirst du zur aktueller Technik greifen. Ich habe immer noch einiges an „Altglas“, nutze es aber gar nicht mehr. Allgemein kommen sie (abgesehen von einigen Ausnahmen natürlich) qualitativ nicht an aktuelle Objektive ran.


TIPP: Kaufe dir die Objektive der Reihe nach und lass immer eine gewisse Zeit vergehen. Es können gerne auch Monate sein. So schaffst du es, dich voll auf das eine zu konzentrieren und es zu genießen, es richtig kennenzulernen. Bearbeite die Fotos in dieser Zeit, wenn möglich auf einem hochauflösendem 2k oder besser 4k Monitor. So kannst du die Qualität am besten beurteilen (Bildschärfe, Verzerrungen, chromatische Aberrationen). Beschäftige dich, dann auch intensiv mit dem Fotografiebereich für den das Objektiv ausgelegt ist. Wenn du sorgsam damit umgehst kannst du es ohne Probleme zurückschicken.

 

6 – Kaufe keine billigen Filter

 

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Sony A6500 mit Sony SEL50F1.8; Blende 8; ISO 100; Belichtungszeit 1/15
© Volker Rastel

In der heutigen digitalen Zeit sind Filter nicht zwingend notwendig. Vor allem bei einem RAW Format kann in der RAW Entwicklung und Fotobearbeitung sehr vieles nachträglich gemacht werden. Ich bin aber der Meinung, dass das Ergebnis besser ist wenn analoge Filter genutzt werden. Und alles was man schon bei der Aufnahme machen kann reduziert den Aufwand in der Nachbearbeitung.

Ein Polfilter wirst du dir mit der Zeit mit Sicherheit zulegen. Damit holst du sattere Farben heraus und reduzierst Reflexionen bei glatten Oberflächen. Für einen guten zirkularen Polarisationsfilter musst du aber tief in die Tasche greifen und du solltest dir nicht den günstigsten kaufen. Denn Filter sind Optiken die direkt das Licht auf dem Sensor beeinflussen und somit die Qualität des Bildes. Ein hochwertiges Objektiv und ein minderwertiger Filter sind einfach nicht sinnvoll. Den Durchmesser des Filters solltest du für dein größtes Objektiv (im Durchmesser) auswählen. Über Adapterringe kannst du ihn für andere Objektive adaptieren. Dabei darf aber der Filter nicht kleiner als das Objektiv sein sonst werden die Ränder abgedeckt.

Einen oder mehrere ND Filter (Neutraldichtefilter – Graufilter) für Tageslangzeitbelichtungen beziehungsweise Verlauf-ND Filter für Himmel und Sonnenuntergänge könnten dein Equipment aufrunden. Diese kannst du dir aber mit der Zeit zulegen.

Einen UV-Filter brauchst du meiner Meinung nach nicht, das ist eine Marketingstrategie. Zusätzliches Glas bringt fast immer auch Reflexionen oder andere Störfaktoren mit sich. Selbst bei teuren Filtern. Ja, es kann dein Objektiv schützen, aber du passt ja gerade bei teuren Objektiven auf, oder? 😉


Ich habe jeweils einen ND Cokin Filter Set und einen Verlauf-ND Cokin Filter Set und bin sehr zufrieden damit. Meinen Hama zirkularen Polfilter nehme ich nicht oft her, ich habe den Eindruck, dass die Qualität der Fotos drunter leidet. Jetzt da meine Anforderungen steigen werde ich ihn bald ersetzen.

 

7 – Starte mit einem Gorrillapod als Stativ

 

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Sony A6500 mit Sony SEL50F1.8; Blende 8; ISO 100; Belichtungszeit 1/15
© Volker Rastel

Das Thema Stativ habe ich immer etwas stiefmütterlich behandelt. Für mich ist es etwas umständlich, eines mitzunehmen, aufzubauen, abzubauen. Dafür verwende ich oft einen Stein, meinen Rucksack, Fototasche oder auch mein Fahrrad 🙂

Ein Gorrilapod Stativ hingegen nutze ich öfters. Es ist klein, kann überall angebracht werden und es lässt sich auch im Gepäck gut verstauen.


TIPP: Ich habe gelernt auch bei längeren Belichtungszeiten aus der Hand zu schießen. Wichtig dabei ist eine richtige Haltung der Kamera. D. h. Sucher an das Auge, beide Hände auf die Kamera und mit den Ellenbogen zusätzlich abstützen. In Kombination mit dem 5-Achsen Stabilisator funktioniert das sehr gut. Für Langzeitbelichtung habe ich ein kleines Rollei Compact Traveler No. 1. Für den Preis und bei meiner kompakten Ausrüstung funktioniert es sehr gut. Wenn es mal windig ist, hänge ich meinen Rucksack an den Stativ-Hacken.

 

8 – Eine Fototasche speziell für deinen Einsatz

Eine Fototasche brauchst du anfangs auch noch. Du kannst mit Schutzhüllen oder kleinen Taschen für Kamera, Objektive und Filter starten. Das verschafft etwas Zeit um herauszufinden welchen Einsatz du mit deiner Kamera vorhast. Für Touren ist ein Rucksack empfehlenswert, da kommst du aber an die Ausrüstung nicht immer leicht ran. Für Städte kannst du eine Tasche nehmen, die solltest du aber immer vorne tragen. Gerade bei gutbesuchten Orten wird öfters geklaut. Alternativ ist ein Ein Pacsafe ganz praktisch.


TIPP: Ich bin gerade dabei mir einen Foto-Hüftgurt zusammenzustellen. Es gibt dafür viel Zubehör und Taschen um deinen individuellen Gurt zu erstellen. Lowepro ist auch eine gute Alternative, die Objektivtaschen sind für ein Objektivwechsel sehr praktisch .

 

9 – Ein hochperformanter Rechner rockt

 

Volker Rastel Computer 11 Tipps für deine perfekte Fotoausrüstung in 2018 Fotoausrüstung Fotografieren

Sony A6500 mit Sony SEL50F1.8; Blende 8; ISO 100; Belichtungszeit 1/15
© Volker Rastel

Die Zeiten der Analogfotografie sind längst vorbei. Auch wenn der eine oder andere noch leidenschaftlich analog aufnimmt, wirst du mit Sicherheit in die digitale Fotografie einsteigen. Und dafür brauchst du einen PC. Das kann ein fester PC oder ein Laptop sein. Neben der tatsächlichen RAW Entwicklung und Fotobearbeitung brauchst du ihn auch zum Prüfen und Verwalten der Fotos. Hier kannst du natürlich mit TV, Projektor, Cloud & Co. perfekt kombinieren.

Wenn du einen PC hast dann kannst du damit starten. Je nach Ausstattung kann es aber sein, dass du ihn für die RAW Entwicklung und die Verwaltung größerer Mengen an RAW Files bald erneuern musst.

Wenn du dir einen neuen PC anschaffen musst oder möchtest, dann kann ich dir einen Mac sehr empfehlen. Diese sind dafür oft besser geeignet, vor allem beim Display. Ein guter Einstieg wäre ein Apple MacBook Retina. Anders als ein MacBook Air hat dieser ein Retina Display. Du wirst es lieben! Wenn du später auch 4K Video schneiden möchtest, kann ich dir eher ein MacBook Pro empfehlen. Du musst nicht das neuste Modell kaufen. Natürlich kannst du auch auf Windows Geräte zugreifen. SSD, mindestens 8 GB RAM und genug CPU sollte er haben. Auch eine gute Grafikkarte ist vorteilhaft.

Als externe Festplatten kannst du ganz normale Toshiba oder WD und dazu Taschen kaufen. Je nach Einsatz musst du vielleicht auf stoßfeste Festplatten zugreifen. Zwei 3,5 Zoll Archiv Festplatten kann ich auch empfehlen. Auf diesen sicherst du mindestens einmal im Monat deine Daten und stellst sie abgeschaltet in verschiedene Brandzonen.[/cs_text]


Ich bin vor vielen Jahren auf Mac umgestiegen und möchte ihn jetzt nicht mehr missen. Betriebssystem, „Apple-Office“, Mail, Videobearbeitung, Foto Mediathek ist dabei und dank kostenlosen Updates immer aktuell. Sie sind sehr intuitiv und simpel zu bedienen.

Als IT-ler hatte ich früher ein aufwendiges Windows Netzwerk mit Client-Server Architektur und einem NAS System, alles gegen Viren geschützt und sehr zeit intensiv in der Pflege. Dieses habe ich dann durch ein kleines Apple Netzwerk ausgetauscht. Ein MacMini diente als Server und Home Media System. Inzwischen habe ich nur noch ein Mac Book Pro von 2016, drei 2,5 Zoll Daten-Festplatten (für meine RAW Daten, meine JPG’s und meine Systembackups) und zwei 3,5 Zoll 6 TB Archive. Fertig!

Ich habe immer alles dabei und kann es überall anschließen. 4k darf hier natürlich nicht fehlen.

Als Datenarchiv verwende ich zwei 3,5 Zoll 6 TB WD Festplatten. Beide sind abgesteckt und laufen nur während den Backups. Sie stehen in verschiedenen Gebäuden.

 

10 – Weitere Akkus und ein Blitzgerät sind wichtig

 

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Sony A6500 mit Sony SEL50F1.8; Blende 8; ISO 100; Belichtungszeit 1/15
© Volker Rastel

Ein Schnellladegerät und ein zweiter Akku sind am Anfang schon sehr sinnvoll. Wenn die Batterie leer ist, wird sie sofort ausgetauscht und es kann weitergehen.

Wenn du viel in Innenräumen fotografierst, dann brauchst du auch einen Blitz. Den integrierten Blitz kannst du vergessen, es sei denn er ist schwenkbar wie bei meiner Sony Kamera. Damit kannst du gegen die Decke bouncen, doch in der Regel sind diese Blitze sehr schwach.

Für gute Makroaufnahmen brauchst du selbst tagsüber oft ein Blitzgerät. Hier kannst du mit einem kleinen Nissin i40 starten. Er ist für seine Größe ein kleines Licht-Monster :). Dazu enneloop Akkus und ein Schnellladegerät. Bei nicht allzu großen Räumen funktioniert er auch für Innenaufnahmen sehr gut.

Eine Fototasche brauchst du auch noch, hier musst du allerdings genau wissen, wo du sie einsetzen wirst: Für Touren ist auch ein Rucksack empfehlenswert, da kommst du aber an die Ausrüstung nicht immer leicht ran. Für Städte kannst du eine Tasche, da solltest du an Diebe denken. Alles andere kommt später, wenn eine gewisse Erfahrung da ist.

 

11 – Besorge dir eine Software für die RAW-Entwicklung und starte damit sehr früh

 

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MAC Screenshots
© Volker Rastel

Bei der Foto-Software musst du zwischen RAW Entwicklung, Fotobearbeitung und Verwaltung unterscheiden. Das RAW Format solltest du dir zu deinem Standard machen. Dadurch sicherst du dir die vollen Sensorinformationen und du kannst in der Entwicklung viel mehr herausholen als bei JPG.

Adobe Photoshop Lightroom und Capture One kann ich dir als RAW Entwickler hier empfehlen, wobei das Lightroom das Multitalent von den beiden ist. Es kann auch Videos verwalten, GPS Daten setzten und ist vermutlich der meist eingesetzter RAW Konverter. Capture One ist eher die Profisoftware und mit großer Wahrscheinlichkeit der berste RAW Konverter am Markt. Mit weniger Funktionen und 2- bis 3-fachem Preis ist sie natürlich nicht jedermanns Sache. Es gibt eine kostengünstige Sony Version, die ca. 50€ kostet und auf Sony Formate eingeschränkt ist. Da ich abgesehen von meinen Oldtimer nur Sony Kameras habe, nutze ich diese Version und bin absolut begeistert. Die JPG’s deines Smartphones kannst du damit bearbeiten.

Als Bildbearbeitung-Programm kannst du ebenfalls die beiden Adobe Photoshop Lightroom und Capture One nehmen. Die Grenzen der RAW Entwicklung und Fotobearbeitung sind hier eher weich gehalten. Aufwendige Fotoretuschen oder -Montagen kannst du mit Adobe Photoshop machen, der Platzhirsch auf diesem Gebiet. Doch mit z.B.: Affinity Photo kommen langsam kostengünstigere Alternativen raus.

Die Aufgabe einer Fotoverwaltungssoftware ist es, deine vielen Fotos zu organisieren. Hier kannst du Kategorien, Tags oder Schlüsselwörter definieren, um damit filtern zu können. Manche Programme erkennen sogar Gesichter oder auch Motive. Künstliche Intelligenz wird hier zukünftig mit Sicherheit immer mehr zum Einsatz kommen. Apples Fotos ist ein gutes Beispiel dafür.

Mit Lightroom und Capture One kannst du die Verwaltung auch abdecken. Schlüsselwörter z. B. können aber in Capture One viel besser gesetzt werden. Beide können auch als Präsentation-Software genutzt werden. Wenn du allerdings einen Mac besitzt, dann kannst du Apple Fotos nutzen, das ist die bessere Mediathek. Performance, Suchfunktionen und Diashow sind beiden überlegen, du musst dir aber dafür einen zusätzlichen Export/Import Schritt einbauen.

Als Panorama Sticking Software kann ich dir die kostenlose Software Hugin empfehlen. Damit kannst du mehrere Aufnahmen zu einem großen Panorama zusammenführen.

Für die Astrofotografie gibt es ebenfalls die kostenlose Software StarStaX. Die kann dann für rauschfreie Himmel- und Sterne-Fotos eingesetzt werden.[/cs_text]


TIPP: Bearbeite deine Fotos permanent und prüfe die Qualität vor allem, wenn du etwas ausprobierst. Gerade bei neuen Objektiven solltest du nach jeder Session deine Fotos importieren und entwickeln. Ich habe am Anfang diesen Punkt vernachlässigt und mich später über falschen Fokus oder falsche Einstellungen geärgert. Ein guter 2k oder 4k Monitor ist nicht günstig aber auch in der Anfangsphase sehr zu empfehlen.

 


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